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Sabi und Becci!

Freie Trauung im Remstal bei Stuttgart

Schwarz und weiß. Darauf war nicht nur die Hochzeit von Becci und Sabi abgestimmt, die mit ihrer Hochzeit bei „4 Hochzeiten und eine Traumreise“ bei VOX mitgemacht haben, sondern natürlich auch die Trauung. Und diese zeige ich Euch heute. Und da Ihr sie alle in Auszügen im Fernsehen sehen konntet (den Link gibt es unten auch noch mal, berichte ich über diese Trauung ganz besonders ausführlich. Und mit vielen Handyfotos :D) Als ich bei der Trauung ankam, war wenig vorbereitet. Zwei Stunden bevor die Gäste eintrafen sah es in der wunderschönen Y-Burg im Remstal oberhalb von Stetten wahrlich nicht so aus, als würde hier bald eine Trauung stattfinden. Das einzige, was grob darauf hindeutete, waren sechs Bierbänke :D
Wie gut, dass mein Auto vollgepackt war mit allerhand Dekorationen, Utensilien für die Trauung und einem eilends improvisierten Musikabspielgerät, weil schlicht übersehen wurde, dass kein Strom in der Burg vorhanden war. So packte ich fleißig an. Und eine Stunde später sah es dann schon eher so aus, als könnte hier eine Hochzeit stattfinden :)
Direkt vor der Trauung verteilte ich ein Band, das alle Gäste miteinander verband. Ein schönes Symbol für den Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten.
Und da die Musik perfekt auf das Thema schwarz-weiß und die Verbindung zweier Mädels abgestimmt war, hier der Link zum Lied des Einzuges. Ein Mashup aus Black or white von Michael Jackson und Born this Way von Lady Gaga. Superschön :) Und dann ging es los:
Berg und Tal. Lust und Qual. Rauh und Fein. Groß und klein. Zögern und wagen. schweigen und sagen. Gehen und Stehen. Werden, Vergehn. Zart und grob. Tadel und Lob. Kalt und heiß. Schwarz und weiß. Gegensätze ziehen sich an. Gleichgültig, ob nun schwarz – oder weiß –, ob es kalt ist oder heiß, ob Ihr zögert oder – wie heute – mutig Neues wagt. Gegensätze ziehen sich an – sie gehören zusammen. Und so gehört auch Ihr Beide, Rebbeca und Sabi, zusammen. Denn sobald man an der Oberfläche kratzt, könntet Ihr Beiden kaum unterschiedlicher sein. Die eine liebt Sissi und Dirty Dancing, die andere dann doch eher Horrorfilme. Die eine findet kaum Etwas wunderbarer als Duftkerzen und die andere wahrscheinlich nichts widerlicher. Und während die eine stundenlang damit zubringen könnte zu shoppen, zockt die andere lieber daheim. Und doch habt Ihr auch ganz klare Gemeinsamkeiten: ein paar ganz Offensichtliche, Äußere. Aber auch solche, die nicht sofort sichtbar sind. Eure Liebe zu Eurem Hund, Euer unbedingter Wille, Eure Dickköpfe, Eure Ehrlichkeit, Eure Verlässlichkeit... Und vor allem habt Ihr eine ganz große Gemeinsamkeit, die heute sichtbar wird: Eure Liebe zueinander. Ihr seid heute hier, um ja zueinander zu sagen. Ja zu sagen zu Euch. Ja zueinander. Euer ja ist aber auch – wie sollte es in einer Welt sein, in der Gegensätze sich anziehen – ein Nein. Ein Nein zu Vorurteilen, ein nein zu Krisen und schlechten Freunden, ein nein zu Zweiflern und nein zu denen, die Euch nicht gut tun. Nein zu all dem, was nicht Ihr seid. Ein Ja zueinander.
Na dieser kleinen Einführung, laß Sabi den Text des Liedes „Black and white Days“ von Gary Go vor und zu unterstreichen, dass Becci die Farbe in ihre schwarzweißen Tage gebracht hatte, zerschmetterte sie symbolisch für die Vergangenheit einen Gegenstand.
Die Überreste fanden ihren Weg unten in das Glas des Sandrituals, das folgte. Bei diesem gossen Becci und Sabi jeweils Salz und Pfeffer gemeinsam in ein Glas. Aus den zwei Komponenten entstand gemeinsam ein neues Bild. Sie können nicht mehr voneinander getrennt werden, bleiben aber immer auch einzeln erkennbar. Genau wie Becci und Sabi nicht mehr getrennt werden können, aber immer als Individuen erkennbar bleiben.
Übrigens gehe ich dem Sandritual üblicherweise eher aus dem Weg. Ich finde, es gibt noch viel schönere Wege die Verbindung zweier Menschen in einem Symbol zu zeigen. Am liebsten denke ich mir sogar selbst Rituale nur für meine Brautpaare aus... allerdings wurde diese Trauung wie gesagt im Fernsehen übertragen. Da wollte ich etwas machen, was man schnell erkennen kann. Und ich finde, durch Salz und Pfeffer und das besondere Fundament ist es dann eben doch nicht einfach nur irgendein Sandritual ;) Das kommende Ritual ist allerdings etwas, was ich durchaus öfter in Trauungen mache. Weil es einfach wunderschön ist, eine tolle Atmosphäre erzeugt und alle Gäste mitnimmt: Das Ringe durchgeben. Hierbei werden die Ringe auf ein Band aufgefädelt, das alle Gäste miteinander verbindet. Nun werden sie durch alle Gäste gegeben und sie alle können ihnen gute Wünsche und Tipps und Tricks für die Ehe mitgeben. Total schön.
Während dieses Rituals haben das Brautpaar und ich uns kurz unterhalten. Was dabei herauskam? Genau! Nichts. Daher hatte ich ein kleines „Problem“:
Im Normalfall frage ich an dieser Stelle den Mann, ob er den Bund der Ehe mit der anwesenden Frau eingehen möchte. Danach frage ich dann die Frau, ob sie den Bund der Ehe mit dem Mann eingehen möchte. Nun ja, Sie sehen, es gibt hier ein Problem. Und auch Sabi und Bacci konnten sich bisher nicht einigen. Aber ich habe eine Idee. Es gibt eine Sache, die Ihr Beiden immer tut, wenn Ihr Euch nicht entscheiden könnt. Ob es die Frage ist, wer mit Shiva Gassi geht, oder wenn die eine von Euch Beiden aus der Disco nach Hause möchte, die andere aber noch nicht. Egal was es ist, Ihr entscheidet immer auf die gleiche Weise. Da ich nicht entscheiden möchte, wen ich als erstes frage, bitte ich Euch, dies wie gewohnt zu entscheiden.
Und was war diese gewohnte Entscheidung? Das SchnickSchnackSchnuck... das dann ebenfalls zu keiner Entscheidung führte :D Gefragt habe ich trotzdem, beide Damen antworteten mit einem ja, steckten sich gegenseitig die Ringe an und durften sich eeeeeeendlich küssen :)

Übrigens zu True Colors, gesungen von Michelle Chamuel (hier in der Liveversion)
Dunkel und hell. Langsam und schnell. Kalt und heiß. Schwarz und weiß. Wenn die Liebe eine Farbe hätte, wie würde sie wohl sein? Sie wäre vielleicht rosarot, vielleicht auch grau wie Stein. Wenn die Liebe eine Farbe hätte, wäre sie vielleicht ein Blau eventuell auch Sonnengelb, kein Mensch weiß das genau. Wenn Liebe eine Farbe wollte, tät' sie der Menschheit kund: Ich mal‘ mich an so wie ich bin und strahle kunterbunt! (übrigens von Helga Kurowski)
Egal ob schwarz, weiß oder kunterbunt ...

ich wünsche Euch, Sabi und Becci, für Eure gemeinsame Zukunft alles alles alles Gute!!!

Und nach einem Jubel zogen die Beiden dann von dannen zu einer ziemlich abgefahrenen Version eines Liedes, das mit schwarz und weiß zu tun hat ;)
Und sollte ich es nicht erwähnt haben, Mädels: Es hat mir viel Spaß mit Euch gemacht. Und natürlich bin ich irre stolz auf die Trauung, die am besten bewertet wurde. Mit Abstand :) Und wer das Video noch nicht kennt, Ihr könnt es Euch bei Voxnow ansehen: Bräute bei 4 Hochzeiten und eine Traumreise mit Sabrina und Rebecca in Kernen im Remstal mit dem Tema schwarzweiß| freie Trauung mit der Rednerin und Trautante Friederike Delong bei VoxNow

PS: Ich werde übrigens oft nach meinen Erfahrungen mit dem Drehteam gefragt. Und ich kann nur sagen: Es war eine äußerst angenehme Atmosphäre, die  Mitarbeiter von 4 Hochzeiten und eine Traumreise haben für einen reibungslosen Ablauf gesorgt, haben sich alle erdenkliche Mühe gegeben nicht zu stören, es wurde nichts gestellt oder sonst irgendwie verfälscht. Rundum gelungen :)
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