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July und Moritz !

freie Trauung am Stadl des Berghotel Jägerhof in Isny


Unbedingt die Musik anmachen, ich liebe dieses Lied einfach, seid July und Moritz es mir im Vorgespräch vorspielten, denn das ist es doch, was eine Beziehung ausmacht: Dass man sich liebt. Egal, wie man so ticket und auch ohne rasierte Beine ;)
Hier bekommt Ihr mal einen wirklich langen Auszug aus einer Trauung... weil ich es einfach nicht besser beschreiben könnte, als ich es damals sagte :)

„Du hast Charme, Keckheit und Mut
dich zu besitzen, tut mir so gut.
Deine großen braunen Augen schauen klug,
wie ich die liebe, davon bekomme ich nie genug.

Eroberst sämtliche Herzen wie im Fluge,
du bist treu, wachsam, lieb, alles in einem Zuge.
Wie elegant und graziös du neben mir gehst,
ich glaube schon dass du jedes Wort verstehst.

Lass mich nie mehr allein, ich will immer bei dir sein.
Denn: Ich liebe dich.
Ich liebe dich.“

„Magische drei Worte, die auch der Grund dafür sind, dass wir heute hier sind. Denn Ihr Beiden, Julia und Moritz, Ihr liebt Euch!

Liebe Familien, Freunde, Verwandte und Bekannte, liebes Brautpaar.
Willkommen zur Hochzeit von July und Moritz. Die sich lieben. Mit allen Liebeswürdigkeiten und Macken, mit aller Hingabe und ganz egal ob es bergauf, oder doch mal bergab geht.
Und willkommen im wunderschönen Allgäu. Bei dem es öfter bergauf oder bergab geht. Und das man eigentlich nur lieben kann. Mit allen Liebenswürdigkeiten und Macken. Und natürlich mit allen Kühen.

Und Ihr alle seid vielleicht ein wenig überrascht, aber das Gedicht, dass ich eben vorlas; das handelt nicht etwa von zwei liebenden Menschen, oder vielleicht vom Allgäu, nein, es geht um Kühe. Diese ganz besonderen Bewohner des Allgäus, denen die Menschen hier viel zu verdanken haben. Denn ihre Milch hat die Menschen hier gerettet, als eine große Not über das Allgäu hereinbrach. Das war im 18. Jahrhundert.

So lange seid Ihr Beiden dann zwar doch noch nicht zusammen, aber Ihr Beiden gehört genau so zusammen, wie das Allgäu und die Kühe.

Und wir alle hier, hoffen, dass das für immer so bleiben wird.

Und deswegen sind wir heute hier. Damit Ihr Euer ja zueinander, zu für immer, noch ein Mal bekräftigt.“

Und da wundert sich dann auch Niemand mehr, wieso ich ausgerechnet das Leben der Küche als Trauungsthema ausgesucht habe. Mal abgesehen davon, dass die Umgebung des Trauungsortes voll war mit Kühen. Sie sind im Allgäu einfach etwas ganz Besonderes <3
„Okay, es ist nicht sooo einfach, Euer Leben mit dem Leben einer Kuh zu vergleichen, aber ich versuche es trotzdem mal.

Das Leben einer Kuh im Allgäu.

Man kaut so vor sich hin, gibt Milch, steht so rum. Wie andere Kühe eben auch. Aber die Kühe hier haben einen ganz besonderen Stellenwert und unternehmen ein Mal im Jahr eine ganz besondere Reise. Für ein Paar Monate im Sommer dürfen sie nämlich raus in die große Welt und mit all ihren Freunden auf die Alpe ziehen.

Das Leben auf der Alpe unterscheidet sich für die Kühe nicht wesentlich von dem Leben im Tal. Aber die Blumen und Gräser sind viel leckerer. Und man hat eine viel bessere Aussicht beim Kauen.

Und so wie für die Kühe der Alpauftrieb ein ganz besonderer Tag ist, auf den man sich lange freut – ist es auch bei uns heute, ein ganz besonderer Tag. Wir sind oben angekommen mit all den wundervollen Menschen, Euch allen, die July und Moritz bisher und hierher begleitet haben.“

Und hier folgte dann Etwas, was die Gäste, das Brautpaar und ich sehr genossen haben. Ich habe alle Gäste vorgestellt. Mit romantischen Geschichten, lustigen Anekdoten, mit was auch immer gut zur Gesellschaft passte. Das ist eine wunderschöne Möglichkeit, die Gäste in die Trauung einzubauen und alle Beteiligten haben beim Sektempfang später gleich einen Anknüpfungspunkt, wenn sie schon mal gehört haben, wen sie da so vor sich hatten. Klar, das ist viel Arbeit für das Brautpaar, mir all die Infos zu schicken. Und klar, es ist viel Arbeit, all die Gäste dann sinnvoll textlich zu verbinden und die richtigen Geschichten rauszusuchen, aber ich mache das unheimlich gern... einfach weil es in der Trauung dann so wundervoll ist.

In diesem speziellen Fall, brachte jeder Gast, der genannt wurde, eine Blume nach vorn zum Brautpaar.
Und die Trauzeugen banden daraus den Brautstrauß *hüpf hüpf hüpf*
Dieses Ritual war eines der ersten, die ich mir je ausgedacht hatte und ich musste tatsächlich bis zu meiner 40. Trauung warten, bis ich es endlich mal machen durfte. Und ich fand es mindestens so wundertoll, wie ich es mir vorgestellt hatte <3
„Das Leben auf der Alpe. Mit leckerem Gras. Doch was sollte man beachten?

1. Kühe sind durchaus neugierig. Wundern Sie sich also nicht, wenn eine Kuh auf Sie zustürmt. Und so wünschen wir Euch, dass Ihr Euch auch in 50 Jahren noch so freut, wenn Ihr Euch nach nur drei Tagen Abewesenheit ENDLICH wieder in die Arme schließen könnt. Und eben aufeinander zustürmt.
2. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Nicht nur bei Euren Wanderungen, auch wenn ein Weg mal lang erscheint, Ihr nicht so ganz wisst, wo es weitergeht oder Euch auch mal Blasen holt: Es hilft. Und so wünschen wir Euch, dass das Schuhwerk immer fest genug sein wird, auch wenn es vielleicht nicht immer so harmonisch zwischen Euch ist, wie heute.
3. Wenn Ihr einer Kuh begegnet, lauft nicht weg. Redet miteinander, geht in Ruhe weiter, in der Regel sind Kühe friedfertig und rennen niemanden um.
4. Rote Kleidung soll ja Kühe aggressiv machen. Das ist Quatsch. Und so wünschen wir Euch, dass es bleibt wie es ist: Mit ganz ganz viel Liebe, auch wenn Ihr rot tragt oder die Beine mal nicht rasiert sind. Das steht Kühen wahrscheinlich eh nicht. Und
5. Kühe sind Wiederkäuer. Die Gefahr gefressen zu werden, besteht nicht.“


Und natürlich durften auch bei dieser Trauung Ja-Worte, Ringtausch und Eheversprechen sowie der Kuss nicht fehlen. Denn es ist doch so: Egal wie unkonventionell, das Knutschen ist doch wichtig ;)
Um die Einheit, die July und Moritz eingegangen sind zu symbolisieren, verzierten die beiden dann ihre Eheglocke. Denn – noch eine Besonderheit der Küche im Allgäu – die Glocken zum Alp-Abtrieb. Denn sie sind bei jeder Kuh individuell verziert, genau so, wie die Ehe und July und Moritz eben ganz individuell sind.
Und wenn man schon mal so eine tolle Glocke hat, die einen Ehrenplatz im gemeinsamen Zuhause bekommt, dann ist das die perfekte Möglichkeit all die wunderbaren Menschen, die bei der Hochzeit dabei waren, gleich mitzunehmen. Als Unterschrift auf eben dieser Eheglocke :)
„Liebe Gäste, liebes Ehepaar,

heute gratuliere ich mit einem abgewandelten Zitat von July selbst. Und so wünsche ich Euch Beiden, dass Ihr Euch alt und runzelig immernoch von ganzem Herzen liebt und unglaublich glücklich seid, Mann und Frau zu sein. “

Fotos während der Trauung: Philipp Reder aus Ravensburg | www.philippreder.de
sonstige Fotos: Trautante :) | www.trautante.de
Location: Berghotel Jägerhof, Isny | www.berghotel-jaegerhof.de
Traurednerin: Friederike Delong | www.trautante.de Überraschung ;)
Und die Brautmutter schrieb mir...

Hallo Friederike,

die Gefühle, die wir bei der Trauung hatten, lassen sich kaum in Worte fassen! Wir waren in den vergangenen Monaten bei einigen Trauungen von Freunden unserer Söhne in der Kirche. Aber so etwas wie bei unserem Brautpaar haben wir nicht erlebt! Es war alles so passend auf Moritz und Julia abgestimmt - du hast das wirklich wunderbar gemacht! Wir waren beeindruckt, gerührt und glücklich, dass unsere Kinder dies mit auf ihren gemeinsamen Lebensweg bekommen haben. Die Beiden zu sehen und auch bei ihnen zu erkennen, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben, war – tja, wie lässt sich das von einer Mutter in Worte fassen? – Tränen in den Augen.

Ohne Übertreibung und wirklich ehrlich gemeint - du hast das toll gemacht (oder soll ich schreiben, du warst dein Geld wert!!!!) Nein Friederike, im Ernst, du hast es drauf!

Danke nochmals!

Ich kann nicht einmal sagen, was mir besonders gefallen hat. Der Brautstrauß, die Vorstellung der Gäste dabei - auch hier, das Brautpaar musste sich Gedanken zu den Gästen machen - die Naturverbundenheit der Beiden, die den Ablauf bestimmte, die Kuhglocke, es gibt so viel! Du siehst, es gibt keine Kritik nur ernstgemeintes Lob!

Das Wetter hat natürlich auch seinen Teil dazu beigetragen!!! Aber du hast es gestaltet. Die Gäste waren alle sehr beeindruckt. Ein Teil hat es dir gleich mitgeteilt und im Verlauf des Festes kam es immer wieder zur Sprache.

Wir werden oft gefragt, wie es denn war und du kannst dir sicher denken, dass wir nur begeistert über dich erzählen!

Und so wie das Fest begonnen hat, verlief es auch weiter.

Es war rundum gelungen, harmonisch, einfach schön! Aussage von Moritz am folgenden Tag: von allen Hochzeiten bei denen ich war, hat mir meine am besten gefallen! Was will man mehr? Dir nochmals vielen Dank und man kann nur wünschen, dass noch viele Paare so etwas - also dich - erleben dürfen.

Ganz liebe Grüße von einer glücklichen Mama

Birgitt

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