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Julia und Christian!

freie Trauung in der kleinen Residenz am Schloss in Hofheim-Massenheim



Julia und Christian... die Beiden passen nun wirklich in keine Schublade.

Wenn man sie das erste Mal sieht, denkt man, sie seien irgendwie Goths oder sowas. Jedenfalls wenn man keine Ahnung hat... aber man sieht eben nur, was man sieht: zwei Menschen, die meistens schwarz gekleidet sind.

Und dann lernte ich die Beiden kennen. Und stellte fest: Diese Schublade, die ich im Kopf hatte, ob ich wollte oder nicht, passte nicht im geringsten. So schwarz wie sie nach außen auf den ersten Blick wirken sind Julia und Christian nämlich bei weitem nicht. Sie liebt Disney-Filme und Hello Kitty, er hat eine Modelleisenbahn... wirklich nicht das, was man auf den ersten Blick denken würde ;)

Und so war es dann auch, auf die Frage, ob man sie in eine Schublade stecken könnte (und ob ich die vielleicht nur nicht kenne), antworteten die Beiden: „Nein. Und wir wollen auch in gar keine Schublade!“

Und irgendwie ließ mich diese Schubladengeschichte nicht los. Und da die Beiden mir blind vertrauten, gab es dann eben eine Schubladentrauung. Die ich sicher nie nie nie nie nie vergessen werde. Und die Anwesenden ebensowenig ;)
Es war ja fast schon ein Heimspiel, die kleine Residenz in Massenheim. Gleich vor den Toren Wiesbadens und mit lauter Dienstleistern, die sich kennen und mögen. So stammen die Fotos von der Trauung von Skylobby Photoworks und die Braut wurde von Ute Kynast angehübscht. Während ich mit ihr Schokolade aß und danach mit ihrem Mann Jack Daniels trank.

So waren wir alle gewappnet für diese wunderschöne Trauung.

Und auch die Gäste wurden ausgestattet. Und zwar mit schwarzen Latexhandschuhen, auf die sie gute Wünsche schreiben sollten. Denn: Als kleine Hintergrundgeschichte, die sehr wichtig ist, um diese Trauung zu verstehen: Julia und Christian haben eine Lieblingsband, die komische Sachen mit Kunstblut auf der Bühne macht bei Konzerten. Und nach den Konzerten eben schwarze Latexhandschuhe ins Publikum wirft, von denen das Brautpaar schon zwei ergattern konnte und diese jeweils mit dem Ticket zuhause eingerahmt aufgehängt hat.

Und so sollten diese Latexhandschuhe auch in dieser ganz besonderen freien Trauung eine große Rolle spielen :)

Also begann alles damit, dass die Gäste ihre Handschuhe beschrifteten :)
Der Bräutigam bekam übrigens ein eigenes Lied zu seinem Einzug. „Glowstix, Neon & Blood“ von Incubite. Und dann wartete er mit meiner Hand auf seinem Rücken auf seine wunderschöne Braut – in schwarz – Julia. Die widerum zu einer Elektroversion von „Circle of Life“ aus dem König der Löwen einlief. Denn sie LIEBT Disneyfilme :)

Ich sag ja, die Beiden passen in keine Schublade ;)
Und so begann sie dann:

Schubladen.

Sie sind nicht verschlossen. Sie sind ganz offen.
Haben sich getroffen und sich – ja – verschossen.

Ineinander.
Ganz klar, ins schwarze getroffen.
Ohne rosa Brille, sehen sie klarer denn je.
Sie bringen Ordnung.
Ein System.
Und das, ist durchaus angenehm.

Schubladen.

Sie bieten Stauraum, auch für Gefühle.
Ohne was dafür zu wollen.
Manchmal wäre es besser, man nähme Abstand,
von diesen Schubladen mit ihren Rollen.

Rollen in die jeder passt.
Fast.
Sonst mache ich das ja nicht... aber bei diesen beiden wunderbaren Menschen dann eben doch. Die Begrüßung komplett :)

Liebe Gäste, liebe Familie, Freunde, Verwandte und Bekannte, liebes Brautpaar.

Schubladen. Schubladen, in die man Menschen packt. Jeder von uns kennt sie. Und man sieht auf den ersten Blick, wer in welche gehört. Diese Beiden Menschen hier, gehören in eine, die schwarz ist. Auf den ersten Blick. Aber auch, wenn sie miteinander voll ins Schwarze getroffen haben... ganz so farblos – nein, einfarbig – ist diese EURE Schublade, dann eben doch nicht.

Julia und Christian. Ihr seid viel bunter, als man vermuten mag.
Und bewohnt eine ganz eigene Schublade.

Auf den ersten Blick schwarz sind da dann eben doch noch Hello Kitty und die Modelleisenbahn, Agonoize, Cro, Kühe und unfassbar viele bunte Dinge in Eurem Leben.
Und die Liebe.

Denn Ihr liebt Euch. Mit allen Farben, Macken, Kanten und egal in welche Schublade Euch andere stecken oder auch Ihr Euch mal steckt. Hauptsache es ist eine gemeinsame Schublade für Euch Beide dabei.

Denn Ihr liebt Euch.

Und deswegen sind wir heute hier, um Euch zu verheiraten. Um aus Euren zwei Schubladen eine gemeinsame Schublade zu machen und zu hören wie Ihr ja zueinander sagt.

Und Euer Ja, das Ihr heute sprecht ist kein joa, kein naja, kein Mal-Schauen, kein Vielleicht. Euer Ja ist kein Jaja, kein möglicherweise, kein „unter Umständen“, kein probeweise und auch kein überraschtes „ach ja?“.

Euer Ja ist ein Ja.

Ein Ja zu kochen nach Rezept und eher so alles durcheinander, auch wenn es dann ab und an mal ungenießbar ist, ein ja zu aushalten, wenn er dich Henrietta nennt, ein ja zu miteinander lachen, weinen, Kribbeln im Bauch und denken, man sei im siebten Himmel. Ein ja zu immer helfen, wenn sie fragt, ein ja zu backen, zur Modelleisenbahn, zu einem immer warmen Bett, ein ja zu Disneyfilmen und echt abgefahrener schwarzer Musik, ein ja zu Karamell mögen und Whiskey ekelig finden oder andersrum. Ein ja zu Euch.

(Das hier ist übrigens ein Absatz, den ich so oder ähnlich ganz oft einbaue... ich find den nämlich super :))
Und dann ging es rund und wurde bunt.

Denn ich präsentierte Julia und Christian ihre ganz persönliche Schublade, die sie dann (ausgestattet mit laaaaaaaangen schwarzen Handschuhen und natürlich Schürzen) mit Farben, die ihnen die wichtigsten Gäste gebracht hatten, bemalten. Eine ganz schöne Panscherei, wie man sieht ;)
Nach noch mehr Panscherei und ganz vielen von mir gelesenen Gründen wieso sie sich lieben, stellten wir dann fest:

Liebe ist für Euch...

immer zusammenzuhalten. Gemeinsam ins Bett zu gehen, obwohl man nicht müde ist, nachts Tee zu kochen und Kissen zur erwärmen, wenn es dem anderen schlecht und morgens glücklich nebeneinander aufzuwachen. Und ihn dann auch mit Bartstoppeln zu küssen und sich dann im dunkeln anzuziehen, damit der andere weiterschlafen kann.

Liebe ist für Euch, Euch zu kabbeln, Blödsinn miteinander zu verzapfen, Euch auch mal zu ärgern, sauer aufeinander zu sein, und Euch dann in die Augen schauen, zu grinsen, zu küssen, und Hand-in-Hand – gemeinsam – weiter zu machen.

Liebe ist für Euch, Euch nie zu langweilen, über Fehler hinwegzusehen, die beste Person im Leben gefunden zu haben und einfach unbeschreiblich.

Im Grunde, ist Liebe für Euch wie ein flauschiges Einhorn.
Kuschelig warm, bedingungslos liebend und immer für Euch da.

Und nach diesen Zitaten der Beiden folgte dann ein Lied, das ich mir einfach nicht verkneifen konnte und das für wirklich herzlichstes Gelächter von allen Seiten sorgte :)



Zum Ja-Wort aber brauchten wir doch Musik, die irgendwie zu Liebe, zu Julia und Christian und zu diesem besonderen Augenblick passt. Um die richtige Art von Musik auszusuchen hatte ich dafür vorher vom Brautpaar eine Liste mit lauter Liedern bekommen. Nur leider konnte die unterschiedlicher kaum sein. Von Kunstblut-Electro-Bands, über Elli Goulding und 80-er-Jahre-Synthie-Pop war da wirklich alles dabei. Oh Mann!



Und so machten der DJ Tom und ich gemeinsame Sache. Und spielten mehrere Lieder kurz an. Nur um dann festzustellen, dass immer entweder Julia oder Christian entsetzt schaute ob der Musikauswahl.

Und woran liegt das?

Daran, dass sie nicht mal in ihre eigene Schublade passen.

Also holte ich einen grooooßen Vorschlaghammer.

Und Julia und Christian zerschlugen ihre Schublade.

Und wer jetzt denkt, dass es schade um die Schublade sei... Julia und Christian haben ja noch die laaaaaaangen schwarzen Handschuhe. Die sie ganz einfach einrahmen und zu den anderen hängen können :) Aber natürlich erst nach dem Ringtausch, nach den Eheversprechen und nach dem ersten Kuss als Ehepaar <3
Und dann ging es weiter zum noch lockereren Teil der Hochzeit. Übrigens die einzige Hochzeit bisher, bei der ich nach Hause fuhr und abends nochmal wiederkam. Denn das ist irgendwie symptomatisch bei Julia und Christian: Sie haben sich einfach so sehr in mein Herz geschmuggelt, dass ich sie auch nach über einem Jahr noch nie nie nie nie wieder loslassen möchte. Könnte auch daran liegen, dass ich bei der Reise nach Jerusalem abends „gewonnen“ habe, die beiden zum ersten Hochzeitstag mit Schokolade und Blumen zu beschenken, hihi.
Übrigens, egal wie Ihr tickt, es ist gar kein Problem, Eure Hochzeit einfach so zu feiern, wie Ihr möchtet. Wer sagt denn, dass Ihr alles machen müsst, wie man Hochzeiten eben macht? Aber es hält Euch ebenso Niemand davon ab, einfach alles zu machen, was zu einer Hochzeit gehört... aber zu Euch passend. So wie Julia und Christian <3
Ihr habt Lust auf Torte, Brautstraußwurf und Seifenblasen, wollt aber in schwarz heiraten oder ein Bällebad auf der Hochzeit? MACHEN! Und abends eine Feuershow? Wieso denn bitte nicht? <3
Julia, Christian...

...es war mir eine Ehre und eine Freude, dass ich Euch verheiraten durfte.
Ich wünsche Euch alles alles Gute und:
Schubladendenken, Blödsinn mit Methode. Macht weiter Euer Ding. Und lebt neben der Kommode. Gemeinsam.

Fotos: Marc von Skylobby Photoworks | www.skylobby-photoworks.com

Location: Kleine Residenz am Schloss in Massenheim | www.residenz-am-schloss.de

Kleid und Anzug: Lucardis Feist | www.feist-style.de

Haare und Make-up: Ute, die Hintergrundheldin | www.hintergrundheldin.de

Musik: Tom vom DJ-Team Darmstadt | www.djteamdarmstadt.de

Traurednerin: Friederike Delong | www.trautante.de Überraschung ;)
Ein Dank an das perfekte Dienstleisterteam. Nicht nur für die Photoboothblödeleien ;)

Und was das Brautpaar sagt? *hach* Lest selbst!
„Friederike, du bist einzigartig. So viel Liebe - so viel Witz - so viel Flauschigkeit im Herzen haben wir selten bei einem Menschen gefunden. Und als wir dich gefunden haben war für uns eigentlich schon klar - du passt zu uns wie niemand sonst.
Wir danken dir nicht nur für unsere wundervoll abgestimmte und perfekte Trauung sondern auch für deinen Beistand und deinen Rat in der ganzen Vorbereitungszeit. All unsere Gäste waren begeistert von DIR!! Auch wenn voher der ein oder andere skeptisch war, was unser gesamtes Konzept und vor allem eine Hochzeit ohne Standard anging, so hast du Sie mit deiner Trauung voll in deinen Bann gezogen und komplett überzeugt.
Wortwörtlich kam bei uns sogar an - "Die TrauFrau war der Hammer!!" - HAMMER oder?

Wir erinnern uns sehr gerne an all die ganzen Gespräche mit dir zurück in denen du vor lauter Spaß, trotzdem noch die Zeit gefunden hast uns so gut kennenzulernen um so eine tolle Arbeit abzuliefern. Die Art wie du all diese winzig kleinen Kleinigkeiten, mit deinen Hinterlistigen - manchmal doch intimen Fragen, aus uns rausgekitzelt hast und wir uns einfach nur dachten - Wieso will Sie DAS jetzt wissen?! - ist einfach unglaublich. Und am Ende ergibt alles einen Sinn.

Wir haben zwar beide bei der Trauung so hart und unberührt gewirkt, aber als wir dann im Nachgang die Trauung nochmal durchgelesen haben, kamen bei uns beiden dann doch die Tränchen.
Wir können es nicht oft genug sagen. Du hast das einfach PERFEKT für uns gemacht. Du bist nicht nur unsere Trautante geworden sondern mittlerweile auch ein Teil in unserem Leben. Wir würden dich jedem jedem jedem Brautpaar weiterempfehlen. Jeder braucht so eine tolle Traurednerin wie DICH!
Wir sind ziemlich happy, dass du weiterhin so viel Spaß mit uns hast und einfach so wundervoll bist wie du eben bist. Wenn Trautante zur Freundin wird!! <3

Denk immer dran...
Es ist so FLAUSCHIIIIG!! - Ich werd Wahnsinniiig!!

Schluss mit Liebe!

Julia und Christian
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