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Heike und Matthias !

freie Trauung im Garten der Villa im Tal in Wiesbaden



So hat definitiv noch nie eine Trauung begonnen, möchte ich behaupten ;)

„Gestatten, Friederike, zuständige Ermittlerin. Eva, Mine, Adrian, Eric, Assistenten. Und Ihr alle hier: Gaffer. Normalerweise würde ich jetzt sagen: gehen Sie bitte weiter, es gibt hier nichts zu sehen und vor allem, rühren Sie nichts an, verwischen Sie keine Spuren und berühren Sie nichts“. Denn Sie befinden sich an einem Tatort.

Allerdings: Sie befinden Sich an einem ganz besonderen Tatort.

Also, wenn Sie schon mal da sind, bleiben Sie. Die Räumung würde jetzt eh zu lange dauern. Schalten Sie aber bitte Kameras und Telefone aus, bewahren Sie Ruhe und konzentrieren Sie sich ganz auf den Fall den wir versuchen zu lösen.
Ich bin zuversichtlich, dass wir den oder die Täter innerhalb einer dreiviertel Stunde werden festsetzen können, Oliver, der Tatortfotograf, wird den Vorgang dokumentieren. Und da Sie schon mal da sind, beteiligen Sie sich an den Ermittlungsarbeiten, behindern Sie die Untersuchungen nicht und, naja, genießen Sie eben. “
Der Tatort... und meine entzückende Polizeiverstärkung. Eva und Mine, meine Trautantchen im Jahr 2015 <3

Aber fangen wir mal an mit der Trauung. Und beachtet, dass ich einwandfrei immer hübsch in meinen Kragen spreche, wie sich das gehört ;)
Du sollst fremdes Gut stets achten
Und nicht wie Diebesgut betrachten.
Es ist Gebot und auch Gesetz,
das du besser nicht verletzt.

Und doch:
Uhren, Schmuck und Wässerchen,
aber es wird noch besser, denn
leichter könnt es gar nicht sein,
wandert dem gewievten Dieb
alles was ihm teuer, lieb
immer in die Tasche rein.

Doch das ist es nicht, was er begehrt,
er sucht nach etwas mit größerem Wert.

Der große Diebstahl, geplant und versteckt,
wird meistens nicht sofort entdeckt.
Millionen werden unverholen
täglich in der Welt gestohlen.

Herzen sind es, wovon ich sprech,
doch tu ich gut, wenn ich`s nicht brech.
Sie sind besonders, ganz speziell,
voll Liebe, Mut und generell
so wertvoll wie ein ganzes Leben.

Gemeinsam.
Denn so ist das eben.

(inspiriert von Karl-Heinz Fricke)
„Liebe Gäste, Freunde, Familien, Verwandte und Bekannte, liebes Brautpaar.

Oder eher: sehr geehrtes Opfer, Herr Verdächtiger.
Du sollst fremdes Gut stets achten. Das wissen wir alle. Auch Heike weiß das aus diversen Büchern, denn sie liest besonders gerne Krimis. Und doch hat Heike, die offensichtlich das Opfer eines hinterhältigen und besonders schlimmen Verbrechens ist, einen Verlust zu verzeichnen. Ihr ist ihr Herz gestohlen worden. Seitdem leidet sie unter starkem Bauchkribbeln, einem rosa verklärten Blick, einer Wahrnehmungsstörung, die sich anfühlt als würde sie auf Wolken laufen und einer besonders ausgeprägten Form des Stockholmsydroms.

Bei der man zueinander steht, eine Familie ist und das ganze Leben miteinander verbringen möchte. Und sogar heiratet.

Und deswegen sind wir alle heute hier. Um Heike zu verheiraten. Mit demjenigen, der ihr das Herz gestohlen hat. Doch wer war das?

Ich habe da einen Verdacht.

Matthias. Ebenfalls Krimiliebhaber. Und derjenige, der so viel Zeit mit Heike verbringt, dass er durchaus Gelegenheit gehabt hätte, Ihr Herz zu stehlen. Er ist also unser Hauptverdächtiger. Und naja, wir wollen uns ja keine Sorgen machen müssen, dass er vielleicht doch noch stiften geht bevor wir dieses Verbrechen endgültig aufgeklärt, ihm seine Rechte vorgelesen und ihn gegebenenfalls festgesetzt haben, also sorge ich erstmal dafür, dass er nicht mehr wegkann und fessle ihn mit diesen Handschellen an seinen Stuhl. “


Und was folgt dann, wenn man festgestellt hat, was das Verbrechen ist und einen Tatverdächtigen gefunden hat? Genau, die Beweisaufnahme. Getarnt als Kennenlerngeschichte des Brautpaares. Was die Beiden nicht wussten (ganz abgesehen davon, dass sie gar nichts wussten von der Trauung): die Trauzeugen und ich hatten gemeinsame Sache gemacht. Und ihnen einige Dinge aus der Wohnung entwendet. Damit wir die Kennenlerngeschichte untermauern können. Irgendwie muss ja bewiesen werden, dass Matthias Gelegenheit hatte, sich in Heikes Herz zu schmeicheln ;)
Und dann ging es weiter mit Zeugenaussagen. Wie verhielt und verhält sich das Brautpaar miteinander, was macht sie aus, was konnten die Menschen in ihrer Umgebung beobachten?
Bis zum Heiratsantrag

„Wir haben es gehört. Matthias hat es in den letzten Jahren erfolgreich geschafft Heike und alle anderen von Euch zu überzeugen, was ich mit weiteren Zeugenaussagen belegen kann.

Denn die Zeugen, die ich befragt habe sagten: Ihr ergänzt Euch perfekt, gebt einander alles, was Ihr braucht, seid liebevoll, fürsorglich, humorvoll und vertraut. Harmonisch. Im Grunde passt Ihr zueinander wie Kinderschokolade: Schoki und Milch sind auch alleine lecker – aber nur zusammen perfekt und unwiderstehlich.

Und in all der Zeit, die das jetzt schon so ist, gab es durchaus schlechte Zeiten. Vor allem aber gute Zeiten, ein bequemeres Bett, das perfekt organisierte Zusammenziehen und diverse Urlaube.

Und alles habt Ihr gemeinsam gemeistert. Matthias hat sogar Heikes Lieblingsserien ausgehalten. Okay, bei Sex and the City und Gilmore Girls, da liest er dann doch lieber nebenbei, aber bei OC California hat er dann doch auch genauer hingesehen.

Denn auch, wenn er ihr Herz bereits fest umschlungen hielt, es war noch nicht seines. Aber er hatte ja ein Ziel. Im Urlaub dann, in LA, da ergriff er seine Chance. Morgens überraschte er Heike mit einem „Pack mal ein Jäckchen ein“. Und sie packte und dachte, sie würden bestimmt in ein Sportstadion fahren. Fuhren sie aber nicht.
Sie fuhren zu all den Orten, die Matthias aus OC California identifizieren konnte, was nicht mal ihr gelungen war. Sie gingen spazieren, schauten sich um. Und er hatte Schiss. Denn er hatte vor, seinen Plan zu vollenden. Wie viel kriminelle Energie er doch mitbringt: Ein Geheimfach im Rucksack! In diesem war der Ring. Und als sie dann Abends am Yachthafen ankamen, wartete dort eine Gondel, mit leckerem Essen, Käsekuchen und einem singenden Gondolieri.

Und kaum ein paar Meter gefahren, war sie dort im Wasser. Eine Flasche. Mit einem Band dran. Und bei genauerem Hinsehen mit einem Zettel. Und dem Heiratsantrag im Sonnenuntergang. Und auch, wenn der Ring nicht passte, er fand doch den Weg aus dem Geheimfach an Heikes Finger.

Denn Heike war zwar erst geschockt, dann aber doch vollends überzeugt. Und sagte ja!

Wie hätte sie denn auch anders können nach der jahrelangen gewissenhaften Vorbereitung dieses Coups? Denn, dass Matthias dies von langer Hand geplant hatte, kann ich ebenfalls belegen. Mit diesem T-Shirt. Beweisstück Nr. 5

Das er kaufte, als Ihr Euch gerade mal ein paar Wochen kanntet. Sehr verdächtig, wenn man sich den Verlauf der Geschichte ansieht.

Aber Moment. Ihr habt das Beide zusammen gekauft!

Mooooment! *such und in der Akte blätter*

Ihr führt eine harmonische Beziehung, geht gerne miteinander aus, wobei er sie meistens einlädt, sie denkt an sein Portmonee, wenn er es mal wieder vergisst, mittlerweile habt Ihr nicht nur vier Patenkinder sondern auch Pennie Euren Hund um für die eigene Familie zu üben, treibt gemeinsam Sport, geht ins Kino, reist unheimlich gerne, wohnt zusammen und träumt von einem Eigenheim an der Bergstraße…

Und in Eurer Akte kann ich sehen, dass noch ein zweites Verbrechen begangen wurde… denn Heike hat seit neuestem Matthias Nachnamen. Beweisstück Nr. 6, Eheurkunde.

Ha!

Ich zähle alle Indizien, Beweise, 1 und 1 zusammen: Ihr seid Komplizen! Genau wie Bonnie und Clyde. Pumpkin und HoneyBunny, Mr. Und Mrs. Smith, Mickey und Mallory. Oder Jacky Brown und Baby Miller. Das ist eindeutig!“
Also stellten wir noch die Personalien des Brautpaares fest und hatten sie als Komplizen überführt :)

Fehlte noch ein letztes Beweisstück. Die Ringe. Allerdings hatte ich zwei ganz wundervolle Assistenten, die sich mit selbstgebastelten Metalldetektoren aufmachten um diese zu finden. Und sie fanden. Ha!!

Die Ringe wurden übrigens in der letzten Reihe gefunden und dann fachmännisch von allen Gästen nach vorn durchgegeben. Eine total coole Abwandlung des Ringrituals ;)
Die Ja-Worte, diesmal ganz anders :D

Ihr seid als Komplizen überführt! Leugnen ist zwecklos. Deswegen bitte ich Euch, zum Geständnis aufzustehen.

Matthias, gestehst du, dass du unendlich dankbar bist, dass du Heike gefunden hast? Dass du sie liebst und das jeden Tag ein wenig mehr, für jede Minute, jeden Moment, jedes Lächeln und kichern? Gibst du zu, dass du es wundervoll findest, die sehr sie Menschen begeistern kann und sich selbst immer wieder begeistern lässt? Und gehst du, dass du ihr versprichst, mit ihr zu jeder Zeit, an jedem Ort alles in deiner Macht stehende tun wirst, damit Ihr als zufriedene und glückliche Partner durch Leben geht? Mit all den gestohlenen Pferden bis ihr in 30, 40 oder 50 Jahren noch immer über die Zukunft miteinander schwärmt? Dann antworte bitte mit ja.

Heike, gestehst du, dass du sehr schnell wusstest, dass du Matthias eines Tages heiraten wirst, weil du Matthias liebst und ihm, gleichgültig ob gerade in Freiheit oder doch erwischt im Knast zur Seite stehen willst? Gibst du zu, dass du für ihn da sein willst, ihn immer lieben und unterstützen willst und entspricht es der Wahrheit, dass du alles dafür tun willst, dass es ihm, Euch und Eurer Familie gut geht und ihr ein glückliches und gemütliches Zuhause Euer eigen nennt? Dann antworte bitte mit ja.

Und dann: Der Kuss, der Kuss, der Kuss, der Kuss!!! *hüpf hüpf hüpf*
Als Komplizen überfuhrt und lebenslang festgestetzt – hihi – durfte das frisch gebackene Ehepaar dann auch gleich die Fingerabdrücke abgeben... erkennungsdienstliche Behandlung eben. Aber so schön. Denn: Der Nachnamen der Beiden hat jetzt enorm viel mit Herzen zu tun. ;)
Liebe Interessierte, Gäste und Gaffer.

Ich glaube, ich habe mich nicht geirrt. Es gab an diesem ganz besonderen Tatort tatsächlich etwas zu sehen. Eine große Liebe, die richtigen Komplizen und wundervolle Geständnisse.

Heike, Matthias, Ihr Beiden habt ein ganz wunderbares, großes Verbrechen begangen. Ihr habt Eure Herzen gestohlen. Gegenseitig. Und den Nachnamen. Die Liebe und das Verbrechen sind sich nämlich ganz einig: Ohne den richtigen Komplizen geht es nicht. Und so wünsche ich Euch, dass Ihr auch in fünfzig Milliarden Jahren noch sagt, dass Ihr auf Euren gemeinsamen Raubzügen immer die richtige Beute gemacht habt. Dafür wünsche ich Euch alles alles Gute!

Und erinnert Euch immer daran, was Cicero sagte: Kleine Verbrechen werden bestraft. Große – In Triumphzügen gefeiert. Also, haltet Eure Beute gut fest. Und feiert!

Fotos mit Wasserzeichen: Trautante und ihr Team | www.trautante.de

Fotos ohne Wasserzeichen: privat Location: Villa im Tal, Wiesbaden | www.villaimtal.de

Traurednerin: Friederike Delong | www.trautante.de Überraschung ;)
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