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Nina und Christoph !

freie Trauung auf dem Hofgut Vendersheim in Rheinhessen



Nina und Christoph. Zwei ausgesprochene Familien- und Freundemenschen, bei denen ich mich wirklich insgeheim freute, dass es am Tag der Hochzeit in Strömen regnete. Denn eigentlich war es perfekt für die Beiden nicht mit dem riesigen (und wunderschönen) Ausblick zu heiraten, den das Hofgut Donnersberg in Vendersheim hat... sondern umringt von ihren Liebsten.

Ich liebe es, wenn alle Gäste rund um das Brautpaar sitzen, gerade, wenn das Brautpaar diese Menschen so sehr liebt wie diese Beiden. Es gibt einfach nochmal eine völlig andere Atmosphäre als eine klassische Bestuhlung. Ganz sicher Geschmackssache, aber ich mag es sehr sehr sehr :)

Und so waren Nina und Christoph bei ihrer Trauung umringt von all ihren Liebsten inmitten des rheinhessischen Weins ;)
Genau richtig!
Nina und Christoph stellten mich bei ihrer Trauung vor eine wirkliche Herausforderung. Und das ist es, was ich – neben all der Liebe und der Menschen, die ich glücklich machen darf – besonders toll finde an meinem Beruf: Ich darf jede Woche etwas Neues ausknobeln und mich in Themen einarbeiten und Ideen entwickeln. Was ich unglaublich gern mache :)

Und so war das auch bei diesem wundervollen Brautpaar: Ich stand vor einem großen Rätsel und knobelte, überlegte, verwarf... nur um dann eben am Ende einen wundervollen roten Faden für die Trauung zu haben, der dem Thema und diesen Menschen gerecht wurde. Denn da Nina beim Heiratsantrag nicht einfach nur um ihre Hand gebeten sondern gesagt hatte „ach komm, lass uns Nägel mit Köpfen machen!“ war genau das unser Trauungsthema: Nägel mit Köpfen!

Aber lassen wir die Braut erstmal einziehen. An der Seite ihres Papas :)
Und da ist sie, die Sitzordnung, die ich so mag :)
Viele denken ja, ich würde nur Rituale machen um des Rituals willen. Aber, öhm, nein :)
Ich liebe Rituale, weil sie in Bilder fassen können, was Worte gar nicht ausdrücken könnten. Deswegen mag ich es sehr, Rituale in freien Trauungen einzusetzen. Das heißt aber nicht, dass die Rede oder irgendwelche anderen Teile der Trauung irgendwie vernachlässigt würden. Ich versuche einfach immer in allen Teilen der Trauung mein absolut Bestes zu geben. Und das so persönlich und zum Brautpaar passend, wie irgendwie möglich. Denn eine Trauung soll meines Erachtens die Quintessenz des Paares und ihrer Beziehung sein.

Und das beginnt schon beim roten Faden der Trauung, der sich durchziehen soll. In diesem Fall eben „Nägel mit Köpfen“.

Tagelang überlegte ich, wie ich das umsetzen könnte. Und dann stieß ich auf etwas ganz Wundervolles!

Nägel sind ja aus Metall... und ich fand ein Metall, das bereits bei Körpertemperatur schmilzt. Also, was das Brautpaar nicht ahnte: als sie hier noch andächtig den beiden Sängerinnen lauschen, wärmen alle Gäste um sie herum bereits das Metall auf für ihre Nägel mit Köpfen... denn ohne Unterstützung der Liebsten kann nun mal auch eine Ehe nicht klappen ;)
„Und ich sag Euch, Nägel in die Wand zu hauen kann ganz schön schwierig sein. Wenn man sie nicht richtig trifft, verbiegen sie und lassen sich gar nicht mehr einschlagen. Jetzt stellt euch mal vor, die Nägel hätten keine Köpfe, sondern wären nur dünne Drahtstifte, die vorne und hinten gleich aussehen. So eine einfache Spitze zu treffen dürfte noch komplizierter sein - und sich stattdessen auf den Daumen zu hauen noch wahrscheinlicher. Deshalb ist es besser, Nägel mit Köpfen zu machen. Denn dann funktioniert die Sache gleich viel besser. Also werdet auch Ihr als Paar durch diese Köpfe einfach noch viel besser.

„Nägel mit Köpfen“ werden aber sprichwörtlich nicht nur von Handwerkern gemacht und verwendet. Jeder, der eine Sache anpackt und durchziehen will, der macht Nägel mit Köpfen - und macht alles richtig. “

Mit diesen Worten brachten die Liebsten des Brautpaares, also engste Freunde und Verwandte, einige Utensilien zum Brautpaar. Unter anderem natürlich Schürzen, damit dem Brautkleid nichts passieren kann ;)

Und das Brautpaar zog los, um das Metall von ihren Gästen einzusammeln. Ein Mal im Kreis herum :)
Und auch dass lang bekannte Ringritual kam zum Einsatz, was bei im Kreis sitzenden Gästen natürlich ganz wunderbar funktioniert: Die Ringe wurden durch alle Gäste gegeben. In diesem Fall natürlich nicht am normalerweise verwendeten Band... sondern an einem großen Zimmermannsnagel – mit Kopf – der in der Hochzeitsfarbe verziert das perfekte Ringkissen war.
Und jetzt wurde es spannend!!!

Denn Nina und Christoph gossen ihren Nagel mit Kopf. Aus dem flüssigen Metall. Und ich gestehe, ich war mir nicht sicher, ob es klappt... in den meisten Fällen hab ich dann aber noch einen sichereren Plan B dabei. Genau wie hier, wo es zum in Gießform gegossenen Nagel noch einen Bilderrahmen gab, auf den der Nagel mit dem Metall aufgemalt wurde. Aber seht einfach mal selbst ;)
Und fertig waren sie, die Nägel mit Köpfen, die im Heiratsantrag beschlossen worden waren. Ich war bis zuletzt gespannt, ob das alles so klappt... aber ja, das hat es! Und die Beiden haben so tolle Nägel mit Köpfen gemacht. Gemeinsam!

Da hat sich die Ritualtüftelei sowas von gelohnt :)

Gegen die persönlichen Eheversprechen, den Ringtausch und den Kuss kommt aber auch das schönste Ritual emotional nicht an. Ist doch klar! <3
Ich liebe diesen Moment in Trauungen einfach <3
Und dann darf es natürlich nach meinem Glückwunsch – endlich – losgehen mit der großen Party! <3

„Nina, Christoph, diese wunderbare Gegend hier war schon immer etwas Besonderes. Denn – und ich versichere, das ist das einzige Zitat, das nicht völlig nutzlos war – „Nur in der Rheinprovinz machte man schon früh Nägel mit Köpfen und war bereit, eine kreuzungsfreie Kraftwagenstraße mit vier Fahrspuren zu bauen.“ Wahnsinnszitat für einen Glückwunsch auf einer Hochzeit. Aber es ist doch so: diese kreuzungsfreie Kraftwagenstraße ist das perfekte Sinnbild für all das, was ich Euch wünsche: Gerade Wege, die sicherlich mal auf und ab führen, die aber keine Kreuzungen haben, Euch also nichts wirklich in die Quere kommen kann. Frisch gesäumt von allerhand wunderbaren Ereignissen. Ab und zu ein Rastplatz um auch mal Luft zu holen um Zeit nur für Euch zu haben. Und so Kraftfahrtstraßen nehmen nun mal keine Umwege ins Glück. Und so wünsche ich Euch für die Zukunft alles alles Gute. Und fahrt Euch keine Nägel in die Reifen. “

Fotos: André Grohe | www.grohe-fotografie.de
Location: Hofgut Donnersberg in Vendersheim in Rheinhessen | www.hofgut-donnersberg.de
Traurednerin: Friederike Delong | www.trautante.de Überraschung ;)
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