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Anastasia und Gregor!

freie Trauung auf den Kupferbergterassen in Mainz

Anastasia und Gregor.
Eine meiner ganz ganz wenigen Winterhochzeiten. Und dann auch noch im wahrsten Sinne des Wortes. Denn als roten Faden für die Trauung suchten sich die Beiden „Tanz im Winter auf Eis“ aus. Wie gut, dass ich Mottos und Themen selten ganz ganz ganz eng interpretiere. ;)

So wurde aus dem vermeindlich doch eher gefährlichen Thema – könnte ja zum Fall führen – eine wunderschöne Trauung... mit ganz viel Eis <3



Ich bin ganz verzaubert, heut wird es geschehen.
Ein eisiges Wunder, lässt aus Träumen die Wahrheit entsteh`n.
Draußen hatte es lauschige 7 Grad, ich hatte eine fiese Erkältung und war gedoped bis zur Oberkante Unterlippe (was dazu führte, dass am Ende Niemand mitbekam, dass ich krank war ;)) und freute mich so so sehr auf diese Hochzeit. Nicht nur, weil ich bis dahin mehrere Wochen keine Trauung gemacht hatte und es furchtbar vermisst hatte, sondern weil Anastasia und Jigor einfach zwei wundervolle Menschen sind. Nicht zuletzt aber auch: Ich liebe Winterhochzeiten so unglaublich! Und ich hatte unglaublich viel Spaß an dieser Trauung, weil der Winter hier auch noch im Vordergrund des roten Fadens für die Trauung stand. Knaller! Aber gesellen wir uns erstmal zum aufgeregten Bräutigam und den hippeligen Gästen :)
Und natürlich zur wunderschönen Braut. Hach!
„Das neue Jahr hat begonnen. Und mit ihm vor allem der Winter. Hier geht es zwar, aber nur fünf km gen Norden ist es ganz klar: Im Taunus scheinen Eis und Schnee gerade die Schnelligkeit des Alltags einzufrieren. Die Winterzeit lädt dazu ein, im Alltag einen Gang zurückzuschalten und sich Zeit für sich zu nehmen.

Und das tun auch wir hier, heute, jetzt in diesem Moment. Mit Euch Beiden, Anastasia und Gregor. Wir schalten einen Gang zurück, nehmen uns Zeit für Euch und frieren den Moment ein. Diesen Moment, in dem Ihr Euch so anstrahlt, so liebt und so sehr füreinander da seid. Diesen Moment, in dem Ihr Euch die Ehe versprechen und ja zueinander sagen möchtet. “

Und Euer Ja, das Ihr heute sprecht ist kein joa, kein naja, kein Mal-Schauen, kein Vielleicht. Euer Ja ist kein Jaja, kein möglicherweise, kein „unter Umständen“, kein probeweise und auch kein überraschtes „ach ja?“.

Euer Ja ist ein Ja.

Ein ja zu eher gar nicht so lesen und zu tausenden Büchern über glückliche Mamas, glückliche Babys, glückliche Kinder. Ein ja zu schwer Entscheidungen treffen können und den besten Frühstücken der Welt.

Ein ja zu Eurer Liebe. Ein ja zu Euch.

Und ein ja zu einer Liebe, so ewig, wie das ewige Eis. Denn auch wenn Eis schmilzt, zu Wasser oder zu Dampf wird, wenn es so richtig heiß hergeht: Es bleibt doch immer da. Es verschwindet nicht. Es wechselt nur mal seinen Zustand. Genau wie das die Liebe tut. In guten wie in schlechten Zeiten.
„Das ewige Eis. Klar, es kann schmelzen, aber dann wird es Wasser. Klar, dass kann verdunsten, aber dann ist es Dampf. Und alle drei sind sie immer aus dem gleichen zusammengesetzt, auch wenn Sie sich so verschieden anfühlen und so verschieden aussehen: Sie bleiben immer H2O.

Und so ist es auch bei Euch: Ihr seid so verschieden, fühlt Euch verschieden an und seht verschieden aus, doch gehört Ihr zusammen wie Wasser, Dampf und Eis.“
Ich baue ja im Grunde in jeder Trauung Etwas ein, wo die Gäste in die Hochzeit eingebunden. Ich mag es einfach sehr gern, wenn die Gäste das Gefühl haben, wirklich dabei sein zu dürfen und im besten Fall damit dem Brautpaar beistehen, sich für die wunderbare gemeinsame Zeit bedanken und gute Wünsche für die Hochzeit mitgeben. In diesem Fall haben die Gäste auf kleinen Whiskeysteinen ihre guten Wünsche hinterlassen. Denn diese Steine sind quasi ewiges Eis – man friert sie ein um sie dann in Getränke zu geben, die gekühlt werden sollen. So verwässern die Getränke nicht. Genau wie die Liebe in der Ehe nicht verwässern soll ;)
Und die Gäste durften noch mehr tun... denn Ihr kennt es ja schon. Das Ringritual. Hierbei werden normalerweise die Ringe des Brautpaares auf einem Band aufgefädelt, das alle Gäste miteinander verbindet. Ich wäre aber nicht die Trautante, wenn ich nicht immer versuchen würde, ein schönes Ritual noch toller zu machen und mit noch mehr Bedeutung zu untermauern.

Und so hatten das Brautpaar und ich für diese Trauung einfach mal die Ringe eingefroren. So hatte das englische Wort für dieses Ritual „Ringwarming“ endlich mal seine Berechtigung, denn alle Gäste mussten fleißig die Ringe aufwärmen, damit die Ehe von Anastasia und Gregor geschlossen werden konnte. Noch deutlicher kann man die Unterstützung und das Befürworten dieser Verbindung wohl kaum darstellen, finde ich. Und die Gäste, selbstverständlich alle mit kleinen Handtüchern ausgestattet, hatten sichtlich Freude daran, fleißig mitzuhelfen.
Mit den Ringen ausgestattet verband die Trauzeugin das Brautpaar mit drei Seilen. Dieser ur-alte keltische Brauch soll das Brautpaar zusammenfügen und gute Wünsche mit in die Ehe geben. Außerdem wird das „ja“ dadurch ein wenig enger ;)

„Das weiße Band:
es steht für die wunderbare gemeinsame Zukunft die wir Euch wünschen. Mit viel Geduld füreinander und noch mehr Liebe. Dafür, dass wir Euch wünschen, dass Ihr über alles miteinander reden könnt und Fehler verzeiht.

Das rote Band:
Es steht für die Kreativität, Abwechslung und Euer Verständnis füreinander, genau so wie wir für die Liebe, von der wir Euch wünschen, dass sie nie erlöschen möge.

Das schwarze Band:
Es steht für Ehrlichkeit, Einigkeit und Fürsorge. Dafür, dass Ihr Euch so akzeptiert wie Ihr seid und in Eurer Beziehung zusammen aber dennoch frei sein könnt. Und dafür, dass Ihr Beide auch weiterhin auf Pizza und guten Wein steht, viel Zeit füreinander habt und allen Problemen – auch weiterhin – die Stirn bietet.

Und den Kuss übrigens, den seht Ihr unten im Video <3
„Ihr gehört zusammen. Jetzt noch enger und fester als je zuvor. Und das möchtet Ihr auch zeigen. Symbolisch.

Denn auch, wenn dieses Eis schmilzt und seinen Zustand ändert, so sind die beiden Farben, die sich hier vereinigen doch nie wieder zu trennen. Genau wie Ihr nie wieder zu trennen seid. “


Und so träufelten Anastasia und Jigor in diesem Zusammengehörigkeitsritual zwei Farben auf eine zweite Eiskugel. Durch diese Verbindung können die Farben – und das Brautpaar, ist ja klar – nie wieder getrennt werden. :)
Und los geht`s, hinein ins Eheleben!
Ihr habt mich heute ganz verzaubert und es ist gescheh`n.

Ein eisiges Wunder, die Liebe, ließ die Wahrheit entsteh`n. Ich wünsche Euch alles alles Gute für die gemeinsame Zukunft. Egal in welchem Aggregatzustand. Und ich bin mir sicher, Ihr bekommt das hin, denn Nietzsche sagte schon: Glattes Eis, ein Paradies für den, der gut zu tanzen weiß.

Fotos: Denis Rufi, Ostfildern | www.denisrudi.de

Video: Sergej Metzger, Wiesbaden | www.sergejmetzger.de

Location: Kupferbergterassen Mainz | www.kupferbergterrasse.com

Traurednerin: Friederike Delong | www.trautante.de Überraschung ;)
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