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Himmelfahrtsfreitag 2012: Der Startschuss zu meinem Leben mit Hochzeiten <3

am 8 Mai von FriederikeIn Allgemein, Aus dem Leben einer Trautante, Blog0 comments
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Es war der Himmelfahrtsfreitag 2012. Ich ahnte von nichts. Und bekam einen der wunderschönsten Heiratsanträge der Welt. Und nicht „nur“, dass eine Verlobung immer schon ein riesengroßer Schritt ist, war es bei mir doch, nach einiger Zeit auch der Startschuss in Richtung Leben als Trautante.

Und da ich jedes Mal am Himmelfahrtsfreitag an diesen besonderen Augenblick denken muss, zeig ich Euch heute mal, was ich damals in unseren Hochzeitsblog schrieb. Also quasi „brühwarm“, obwohl es schon vier Jahre her ist. Ausgangssituation: Wochenende bei meiner besten Freundin und ihrem Mann in Hamburg. Unserem zweiten Zuhause, quasi. 😉

Der Heiratsantrag (aus Friederikes Sicht)

Er hat mich gefragt. Endlich. Und ich hab ja gesagt.

Und zwar so:
Am Freitag Vormittag war ich einkaufen und wollte dann eigentlich noch meine Nägel machen lassen. Danach sollte es in die Hafencity und zur Elbphilarmonie gehen, Sightseeing mit Stephan.

Aber irgendwie dauerten das Frühstück und das Einkaufen ewig. Und es wurde später und später. Ich fuhr also ohne gemachte Nägel vom Einkaufen nach Hause zu Simone und schrieb eine SMS an Stephan, er solle bitte rauskommen und das Auto ausräumen.

Nichts passierte.

Da ich total doof mit dem Auto stand also noch eine SMS an Simone, sie möge doch bitte das Auto ausräumen kommen. Kam sie.

Ich: Mein Kerl reagiert nicht auf meine Mails, oder was?
Toy: Der ist nicht da.
Ich: Wie, der ist nicht da?
Toy: Keine Ahnung, der hat was für dich auf den Tisch gestellt und ist dann gegangen.

Sie erntete ein wahrscheinlich ziemlich komisches Gesicht meinerseits, denn das erste was mir durch den Kopf ging war:
„Eine Überraschung für mich… er macht mir nen Antrag! Was mach ich, wenn er mir einen Antrag macht? Ich hab doch gesagt, ich will erstmal nicht, ich muss nachdenken. Ah! Er macht mir nen Antrag! Oh meine Güte, ich muss mich hübscher anziehen, SO kann ich ja keinen Antrag kriegen! Aaaahhhh! Erstmal das Auto ausräumen!

Also räumten Simone und ich das Auto aus. Mit einem kleinen Blick Richtung Tisch. Eine Holzkiste stand auf meinem Laptop. Mit einem Knopf oben drauf. Was da wohl drin ist?

Beim Ausräumen rätselten Simone und ich, was in der Kiste sein können. Denn auch sie wusste (laut eigener Aussage – sie hat mir knallhart ins Gesicht gelogen!) nur, dass sie mit mir in die Stadt fahren sollte. Mehr nicht. Oh Mann!

Schnell anhübschen, diskutieren, ob wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto fahren, für Auto entscheiden, die Kiste das erste mal genau anschauen (Holzkiste mit Scharnieren, Display eingebaut, ein Knopf obendrauf, ein irgendwie weißes elektronisches Teil eingebaut, von dem ich nicht wusste, was es ist. Und zu. Verriegelt. Nicht zu öffnen.

Aufgeregt rumhüppeln. Das erste Mal auf den Knopf auf der Kiste drücken. Und da stand:

„Willkommen zur Hasenjagd. Suche Hasen…“

Und dann:

„Hase 18.18km entfernt“

Hui. Also los, das Auto präparieren (Sitze umklappen und so, denn Stephan sollte ja später sitzen können, die Transportfläche musste also kleiner werden), aufgeregt hüppeln, Simone anhüppeln, dann losfahren.

Heiratsantrag der Trautante an der Strandperle in Hamburg  Heiratsantrag der Trautante an der Strandperle in Hamburg
Und die Kilometer, die die Kiste als Entfernung zum Hasen angab, wurden kleiner.

Und ich aufgeregter.

Und die Kilometer kleiner.

Und ich beruhigte mich theoretisch, ich wusste irgendwie, was Stephan wohl vorhatte. Und ich quiekte. Ich wusste einfach nicht, was ich tun würde, wenn er mich wirklich fragt, ob ich ihn heiraten wolle. Schließlich wollte ich ja eigentlich nicht mehr. Was also tun? Uff.

„Hase 7,62km entfernt.“

Irgendwann waren Simone und ich aufgrund der Überlegung, dass Stephan eigentlich zur Elbphilarmonie wollte und überall Umleitungen waren, im Freihafen. Da wollten wir nicht hin. Also weiter. Landungsbrücken. Und wir rätselten, wie weit denn nun noch diese Kilometer sind. Richtung Reeperbahn. Immer wieder überlegen, wo Stephan und ich schon so waren. Und weiter geradeaus. Zwischendurch immer wieder rechts sagen und links meinen.

„Hase 2,74km entfernt.“

Simone drückt wieder auf den Knopf. Das Display bleibt schwarz. Aaaaaaaah, Panik! Verdammt, die Kiste ist kaputt. Wie finden wir den Hasen, wenn die Kiste nicht mehr geht?! Aaaahhh!!!

„Hase 2,25km entfernt.“

Aufatmen. Kiste wieder heile.

„Hase 1km entfernt.“

Quieken. An grünen Ampeln halten. Aufregung.

„Hase 200m entfernt.“

Parken.

Heiratsantrag der Trautante an der Strandperle in Hamburg

Wasser sehen.

„Hase 160m entfernt.“

In Richtung Wasser laufen mit der Kiste in der Hand.

„Hase 100m entfernt.“

Quieken.

„Hase 80m entfernt.“

Mit Simone diskutieren, wo Stephan sein könnte.

„Hase 50m entfernt.“

Hüppeln.

„Hasen gefunden! Kiste öffnet!“

Aaaaaaaahhhhhhh, die Kiste ist offen, ich muss da reingucken. Schnell, reingucken!
„Simone, da sind Rosenblätter drin.“ *wühl und quiek* „Simone, da ist ein Schmuckkästchen drin“ *wühl und noch mehr quiek* „Simone, Simone, Simone, Simone, da ist ein Ring drin!“

Ganz schnell die Kiste wieder zu.

„Simone, da ist ein Ring drin, was mach ich bloß? Da ist ein Ring drin?!“

Weiterlaufen. Durch die Strandperle an den Strand. Strahlender Sonnenschein. Elbstrand. Rumsuchen nach Stephan. Wo ist er bloß? Überlegen, ob ich einfach wen frage, ob er wen gesehen hat, der aussieht, als würde er mir einen Antrag machen wollen. Das sind nur 43m, wo ist er bloß?

Und da stand er dann.

Links von mir. Mitten am Strand. Und winkte. Simone suchte verzweifelt und ich zeigte zig mal auf Stephan. Da stand er also. Und ich ging ihm lachend entgegen.

Und dann bin ich da. Und küsse ihn. Und er redet ganz normal mit mir. Ich bin irritiert.

Ich: Stephan, die Kiste ist schon offen. Da ist ein Ring drin!
Stephan: Ja, oh, ähm, da ist ein Ring drin.
Ich: Du bist ja verrückt.
Stephan: Willst du mich heiraten?
Ich: Ich weiß nicht. Willst du das wirklich?
Stephan:  Ja. Willst du mich heiraten?
Ich: Jaaaa!

Knutschen. Freuen. Und peinlicherweise Stephan anblaffen, er solle das nochmal richtig machen. So bin ich eben.

Und dann nahm er den Ring aus der Kiste, kniete sich hin und fragte mich nochmal. Und ich sagte wieder ja. :)

Und wieder war er ganz normal *grins*, er hat später auch gesagt, er war kaum aufgeregt. Unfassbar 😀
Aber Stephan hatte an alles gedacht: Es gab eine Picknickdecke, es gab einen Picknickkorb mit allerhand Köstlichkeiten. Und ich war Simone sehr dankbar, dass sie sich irgendwann diskret ein wenig abgeseilt hat.

Heiratsantrag der Trautante an der Strandperle in Hamburg

Nun bin ich also verlobt. Mit Ring. Verlobt!!! ICH!!!!

Heiratsantrag der Trautante an der Strandperle in Hamburg  Heiratsantrag der Trautante an der Strandperle in Hamburg  Heiratsantrag der Trautante an der Strandperle in Hamburg

Die, die ich zwei Wochen vor dem Antrag vehement zwei Freunden erklärt habe, wird würden definitiv in absehbarer Zeit nicht heiraten. Ich meinte das völlig ernst und habe auf der Hasenjagd viel überlegt… aber wer könnte bei einem solchen Antrag schon nein sagen??? (Noch dazu, wenn die beste Freundin droht mit: „Wenn du nein sagst, erschlage ich dich!“?!)

Noch ist es aber auch nicht so recht angekommen. Stephan hat mich tatsächlich gefragt, er hat wochenlang gebastelt. Er hat nen Ring gekauft, den ich wunder-wunderschön finde. Er hat dicht gehalten, meine Schwester auf meine Ringgröße angesetzt, Ralf in Hamburg instruiert wie und was und überhaupt. Er hat sich so viel Mühe gegeben. Und will den Rest seines und meines Lebens mit mir verbringen.

Ich werde tatsächlich den Rest meines Lebens mit ihm zusammen sein (Klar, nur im Idealfall, aber wenn man von dem nicht ausgeht, braucht man ja auch nicht zu heiraten).

Ich.

Rike

Brautzilla

 

(unfassbar glücklich!)

 

_______________________________________________

So war das damals. Und ich stelle fest: Ich liebe meinen Mann jeden Tag ein bisschen mehr und das „bis an unser Lebensende“ ist noch viel viel wahrscheinlicher als noch damals, vor vier Jahren. Als ich meinen Antrag bekam. Stephan, ich liebe dich :)

 

So, genug Schnulzerei. Erzählt doch mal, wie war denn Euer Antrag?

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